Project 2015 - mi alpina
Vom Jungfraujoch nach arth

My Crazy Project

 

Etappe 10

 

Fazit: Einfach schön, dass es solche Orte, wie diese abgelegenen Alpen noch gibt.

 

Highlight: Die Sicht vom Grat über den Vierwaldstättersee nach Brunnen und das Rigi-Massiv und der Stolz es schon bald geschafft zu haben.

 

Statistisches: immer noch keine Blasen oder Muskelkater (was mache ich falsch?); Geschwindigkeit: ca. 1/2 von der Geschwindigkeit des Extrem-Hikers, welchem ich oberhalb von Attinghausen begegnet bin (der Typ war am Morgen in Linthtal im Glarus gestartet und macht um 18 Uhr abends noch rasch die Hälfte der Höhenmeter rauf auf den Surenenpass, heißt 1'000)

 

 

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Etappe 10 - über den Surenenpass nach Flüelen

 

Selten habe ich so gut geschlafen, wie diese Nacht. Ob das nun wegen den Kühen im unteren Stock war oder wegen meiner Müdigkeit aufgrund der langen gestrigen Tour sei mal dahingestellt. Wie auch immer gut ausgeruht sein war für mein heutiges Vorhaben definitiv von Vorteil. Die Monster-Etappe über den Surenenpass nach Flüelen stand auf dem Programm. Fast 25 Kilometer, 1'200 Höhenmeter Aufstieg und rund 2'100 Meter Abstieg. Die Wanderung gilt als ein Highlight in der Zentralschweiz. Und sie ist schön! Sehr schön. Auf der Engelbergerseite steigt sie zwar stetig, aber meist moderat an. Erst geht es durch den Wald und dann über Alpwege. Auf der Backalp etwa 500 Höhenmeter unter dem Pass gibt es eine letzte Möglichkeit zur Stärkung. Es ist schon unglaublich wie abgelegen man noch Alpwirtschaften findet. Die letzten Höhenmeter auf den Pass haben es dann noch in sich, vor allem wenn einem die Sonne an einem Traumtag auf den Kopf scheint. Das Panorama auf dem Pass: auf der einen Seite der Titlis und Konsorte, auf der anderen Seite die Urner Berge. Prädikat: absolut sehenswert!

 

Nach dem Pass geht es erstmal wieder etwas runter, dann aber ziemlich lange auf ca. 2'000 Meter einem Grat entlang. Schon kommt der Vierwaldstättersee in Sicht. Langsam aber sicher kommen Heimatgefühle auf, vor allem als nur noch das Rigi-Massiv über Brunnen den Blick auf Arth verhindert. Unfassbar, dass ich vor einer Woche noch im Wallis war. Bevor es aber nach Hause geht stehen mir noch 2 Etappen bevor und vor allem noch der restliche Abstieg ins Urnertal. Und der hat es noch in sich. Sobald der Weg den Grat verlässt geht es mehr oder weniger einfach nur noch runter. Etwa 3 Stunden lang. Auf die Belastungsprobe der Beinmuskelnmfolgt dann die moralische Belastungsprobe im Tal. Eigentlich ist man ja schon unten. Aber von Attinghausen nach Flüelen geht es halt doch noch ca. 90 Minuten gerade der Reuß entlang. Nach knapp 10 Stunden auf den Beinen schleppt man sich da einfach nur noch dahin. Aber irgendwann hat auch ein perfekter, langer Wandertag ein Ende und das kühle Feierabend-Bier schmeckt dann noch viel besser.

 

 

Etappe 10 - Lust zum nachmachen?

 

- Zeitdauer: ca. 11 Stunden
- Anforderungen: einfach (aber lang)
- Distanz: 26 Kilometer
- Route: Schweiz Mobil

Hotel: Hostellerie Sternen, Flüelen

Einfaches Hotel in der Nähe des Bahnhofs.
Doppelzimmer ca. CHF 140

 

 

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