Project 2015 - mi alpina
Vom Jungfraujoch nach arth

My Crazy Project

 

Etappe 12

 

Fazit: Wenn man eine große Herausforderung sich einfach nur auf den nächsten Schritt konzentriert und nicht auf die Größe des Hindernisses achtet, erreicht man den Gipfel viel schneller und leichter als erwartet.

 

Highlight: Die Aussicht bei Vollmond über den Zugersee.

 

Statistisches: Schwierigkeit der Tour: T5 auf der Alpinskala; zurückgelegte Höhenmeter: 1'600 rauf und 500 runter; Kilometer bis zum Ziel: 13

 

 

last Etappe

Etappe 12 - von Brunnen auf die Rigi Hochflue und dann zur Rigi Burggeist

 

Ich hatte einen fantastischen, letzten Ruhetag in Vitznau. Im Vitznauerhof direkt am See habe ich es mir in allen Belangen gut gehen lassen. Eigentlich ist mein Zuhause ja nur 15 Minuten entfernt. Aber trotz der Nähe von Zuhause war es ein fantastischer Ferientag. Ich habe mir vorgenommen, dass wieder einmal zu machen. Allerdings hat dieser fantastische Tag auch zur Folge, dass sich eine gewisse, Lässigkeit breit machte. Kurz vor dem Ende meiner Tour wartete aber noch einmal eine Knacknuss auf mich: die Rigi Hochflue. Sicherlich die schwierigste und gefährlichste Etappe, vor welcher ich auch einen gehörige Portion Respekt hatte. Letzte Woche erst, ist ein älterer Wanderer auf meiner Route tödlich verunglückt. Ich war mir deshalb auch noch nicht sicher, ob ich sie wirklich durch ziehe.

 

Von Brunnen geht es stetig und relativ steil bergauf. Ich war etwas erstaunt, wie leicht mir der erste Teil des Anstiegs fiel. War das wegen meinem leichteren Rucksack oder habe ich mich tatsächlich daran gewöhnt? Nach ziemlich genau einem Drittel erreicht man die Bärenfalle, wo es eine kleine Beiz gibt. Der Besitzer war erst vor kurzem vom Jakobsweg zurückgekehrt, also mussten wir Fernwanderer ein wenig fachsimpeln. Dann kommt das zweite Drittel, welches sich noch steiler den Wald hoch schlängelt bis der Zilistock auf rund 1'300 Meter. Ein wenig höher geht es dann an das Eingemachte. An einer Weggabelung geht nun der alpine Weg auf die Hochflue ab. Anfänglich steigt der Weg einfach weiter stark an. Dann kommt die Schlüsselstelle, ein Felsband an welchem man mit Ketten gesichert hoch steigen muss. Einfach nur auf die nächsten Tritte achtend ging das erstaunlich gut und schnell voran und schon stand ich auf dem letzten kleinen Waldstück unter dem Gipfel und wenig später dann ganz oben. Erste Hürde geschafft! Oben hat man eine fantastische 360-Grad-Sicht über die Alpen, Vierwaldstättersee und Zugersee.

 

Lange könnte ich diese Sicht nicht genießen, da es doch schon relativ spät war. Also los zur nächsten Hürde, dem Abstieg. Vom Gipfel geht es über eine 25-Meter-Leiter runter. Runter geschaut habe ich nicht. Einfach gerade aus und Schritt für Schritt runter. Nach der Leiter war das Schwierigste bereits geschafft. Jetzt folgte nur noch ein weiterer steiler Abstieg durch den Wald, welcher mit der nötigen Vorsicht aber gut zu meistern war. Beim Gätterlipass ist der Abstieg dann geschafft. Leider ist der Rigi Burggeist, mein heutiges Ziel, aber wieder rund 400 Meter höher. Doch mit der Euphorie der gelungenen Hochflue-Besteigung ist der dann schnell erledigt und die Knacknuss bewältigt. Was dann noch kommt ist die Kür: eine wunderschöne Vollmondnacht mit Aussicht über den nächtlichen Zugersee.

 

 

Etappe 12 - Lust zum nachmachen?

 

- Zeitdauer: ca. 6 Stunden
- Anforderungen: schwer
- Distanz: 11 Kilometer
- Route: Schweiz Mobil

Übernachten: Berggasthaus Rigi Burggeist
Mal nicht Rigi Kulm und somit etwas weniger überlaufen. Im Berggasthaus Rigi Burggeist gibt es einfache Zimmer. Tipp: bei Vollmond hoch gehen. Wenn die Nacht dann klar ist, ist das Nachtpanorama einzigartig.
Doppelzimmer ca. CHF 120

 

 

Next Etappe